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Ortsgemeinde Hottenbach im Hunsrück

16.12.2019

Weltmaschine und Gottesteilchen – Ein Vortrag von Prof. Hartmut Schmieden

Die Gemeinde hatte zu einem Vortrag von Prof. Hartmut Schmieden (Physikalisches Institut Universität Bonn) zum Thema „Wie sieht die moderne Physik die Welt“ eingeladen.

Mehr als 50 Zuhörer folgten am Montag 16.12.2019 um 19 Uhr einer Einladung der Ortsgemeinde Hottenbach zu einem Vortrag von Prof. Hartmut Schmieden (Physikalisches Institut Universität Bonn) zum Thema „Wie sieht die moderne Physik die Welt“ ins Gemeindehaus Hottenbach. Die großen Fragen „Was geschah beim Urknall?“, „Woraus besteht das Universum?“, „Woher kommt die Masse?“ und „Wo ist die Antimaterie? – Was ist Gewicht?“ bestimmten den überaus lebhaften, spannenden und faszinierenden Vortrag. Hartmut Schmieden vermittelte in allgemein verständlicher Weise anhand von Standardmodellen wie sich das Universum entwickelt hat, wie Materie aufgebaut ist und „Was die Welt im Innersten zusammenhält“ (Göthe, Faust, Monolog). Die moderne Physik versucht solche Fragen dadurch zu beantworten, dass sie die Natur überaus genau beobachtet und „ansieht“. Die für den Laien unvorstellbar kleinen Atome, Protonen und Quarks werden mit den größten und kompliziertesten Nachweisgeräten - den Augen der Wissenschaft - untersucht. Hartmut Schmieden stellte den „Large Hadron Collider LHC vor. Ein gigantischer ringförmiger Teilchenbeschleuniger mit 27 Kilometer Umfang, der sich in 100 Meter Tiefe beim CERN, dem Europäischen Kernforschungszentrum grenzüberschreitend in der Schweiz und Frankreich befindet. In diesem, auch als „Weltmaschine“ bezeichneten, riesigen Nachweisgerät kreisen zwei Strahlen mit unwahrscheinlich hoher Geschwindigkeit aus Protonen . Prallen diese aufeinander können Zustände wie unmittelbar nach dem Urknall erzeugt werden. In unterirdischen Hallen an vier Stellen entlang des Tunnels analysieren Physiker aus aller Welt diese Teilchenkollisionen. Gespannt verfolgten die Zuhörer den Bildern, Videos und Ausführungen von Hartmut Schmieden, der auch noch ein ganz besonderes Schmankerl mitbrachte. Für Interessierte aus Hottenbach und Umgebung bieten Hartmut und Doris Schmieden voraussichtlich im Februar/März 2020 eine zweitägige Fahrt zum Forschungszentrum CERN bei Genf an. Eine einmalige Gelegenheit diese gigantische Anlage zu besichtigen.

Mit diesem Angebot beendete Schmieden seinen Vortrag und entließ die Zuhörer aus einer Reise durch unseren Kosmos. Der Physiker aus Hottenbach machte in der gut eineinhalb stündigen Veranstaltung unvorstellbares vorstellbar, unerklärliches erklärbar und veranschaulichte das große „Nichts“. Was bleibt sind noch viele offene Fragen und große Geheimnisse die es für die moderne Physik zu beantworten und zu lösen gilt.

 
Die Ortsgemeinde Hottenbach bedankt sich ganz herzlich bei Hartmut & Doris Schmieden für einen außergewöhnlichen, spannenden und interessanten Vortrag und einen tollen Abend.

 

 

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