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Ortsgemeinde Hottenbach im Hunsrück

Theatergruppe


"Der Räuber Hotzenplotz" – Otfried Preußler

 

Von wegen, auf dem Land müsse man sich bescheiden geben und könne auch nur bescheidenes Mittelmaß auf die Beine stellen. Am Wochenende stellten zwölf Laiendarsteller der Theatergruppe Hottenbach „Der Räuber Hotzenplotz“, jene tolle Geschichte von Otfried Preußler mit großem Erfolg auf der KaFF-Bühne im Gasthaus Dahlheimer auf der Bühne nach. Auf jener Bühne, wo schon Carrington-Brown, Bob Kerr's Whopee und der Heidelberger Hardchor, aber auch Heiner Flassbeck und Wolfgang Schorlau auftraten. An zwei Nachmittagen waren die Aufführungen mit je 150 Besuchern restlos ausverkauft. Zwei Stunden Spannung, nicht nur bei den Kleinen in den ersten fünf Reihen, und am Ende ein nicht enden wollender Applaus. Da stand jede Menge Erfahrung auf der Bühne, und das Schöne, der Nachwuchs steht bereits in den Startlöchern. Brigitte Röper und Reiner Bleisinger zählen zu den Gründungsmitgliedern der vor 30 Jahren gegründeten Theatergruppe Hottenbach, das Zwillingspaar Miriam und Simon Bleisinger zählen mit gerade mal 14 Jahren zu den Hoffnungsträgern.

 

Es war auch ideales Theaterwetter, draußen kalt und trist, die Fensterscheiben im vollbesetzten Saal Dahlheimer kräftig beschlagen, als es nach der Begrüßung durch Jürgen Fink „Bühne frei“ hieß. Zwei Stunden beste Unterhaltung – auch mit viel technischen Finessen untermalt – ging „Räuber Hotzenplotz“ über die Bühne, eine klassische Kasperlgeschichte mit allem, was dazu gehört: Helden, Schurken, Feen, Zauberer und heillos überforderte Wachtmeister. Aber am Ende siegte wie immer das Gute. Und die Großeltern der Kleinen in den vorderen Reihen hatten ihren Spaß am Wiedersehen mit den Helden ihrer Kindheit. Für eine Laienspielgruppe war es jedenfalls eine richtig gute Lesitung mit schauspielerischen Fähigkeiten, witzigen Szenen, lustiger Mimik und Gesten, und auch der Text saß.
Erstmals, dass die Theatergruppe Hottenbach sich zu einem Theaterstück für Kinder und Erwachsene entschied. Und sie lagen bei der Entscheidung goldrichtig. Das Schauspiel nach einer Vorlage von Otfried Preußler nahm die Zuschauer mit auf die Reise des Kasperl (Tobias Brunk) und Seppel (Florian Zirbes) und Frau Schlotterbeck (Anna Tatsch-Schmieden) die ohne Hilfe des Wachtmeisters Dimpfel (Reiner Bleisinger), Oberwachtmeister Moser (Peter Schätzle) und Großmutters Nachbar Otto (Klaus Dalheimer) Räuber Hotzenplotz (Peter Ackermann) in seinem Räuberwald finden und ihn mit Geschick austricksen, um die gestohlene Kaffeemaschine ihrer Großmutter (Brigitte Röper) zurückzuholen. Eine spannende Reise durch die Abenteuer der schlauen und mutigen Jungs. Mit List und Tücke gehen sie ihren Weg und treffen dabei auch auf den Zauberer Petrosilius Zwackelmann (Timo Werner) und seinen Zauberlehrling (Simon Bleisinger). Da bleibt so mancher Mund der Zuschauer offen stehen, ob der wirklich überzeugenden Zauberei des großen Zauberers. Da wird aus einem Hut ein Seppel, aus einem Räuber ein Gimpel (Dompfaff) und plötzlich schwebt auch noch die gestohlene Kaffeemühle der Großmutter wie aus dem Nichts in die Hände von Kasperl und Seppel. Und schließlich, nach einer Berührung mit Feenkraut, wird aus einer hässlichen Unke (Ulli Bär-Hortz) eine schöne Fee, die Fee Amaryllis (Miriam Bleisinger). Wie haben die das gemacht? Diesen Satz hört man schon mal aus den Reihen der begeisterten kleinen und großen Zuschauer. Die Regie (Jürgen Fink) hat ganze Arbeit geleistet.

 

Aber auch der Bühnenbau/Technik (Herbert Krug) deutete auf viele Stunden kreative und handwerkliche Arbeit hin. Die phantasievollen Masken wurden von Petra Krug gestaltet. Als Souffleuse/Regieassistenz fungierte Anne Jung, während Eva Sahm für das Sprachtraining verantwortlich zeichnete. Licht und „Special“ Effects wurden punktgenau eingespielt, sodass in Zusammenschau eine wirklich herausragende, kurzweilige und lustige Aufführung zu bewundern war.
Auch nach der tollen Leistung auf der Bühne, ging es vor der Bühne weiter. Da wurde die Großmutter von einem Mädchen gefragt, „darf ich auch mal an der Kaffeemühle drehen“ ? Das Mädchen war dann aber doch enttäuscht, dass die Musik fehlte. Und auch der Zauberer Zwackelmann – der eine famose Leistung bot - stand im Mittelpunkt, ihn wollten die kleinen Theaterbesucher einfach nur mal anfassen.

 

Vielleicht gibt es ja auch im November nächsten Jahres was zum Anfassen: Hinter vorgehaltener Hand war schon mal von „Pipi Langstrumpf“ die Rede.

"Romulus der Große" – Friedrich Dürrenmatt

Die Theatergrupppe Hottenbach freut sich, diese „ungeschichtliche historische Komödie“ - wie Dürrenmatt selbst sie nennt  - auf der Bühne im Saal Dahlheimer zu präsentieren.

„Aller guten Dinge sind drei“

Nach „Die Physiker“ und zuletzt „Der Besuch der alten Dame“ steht nun ein weiteres Theaterstück des Schweizer Schriftstellers und Dramatikers Friederich Dürrenmatt auf dem Probenplan der Theatergruppe. Geplant ist die Aufführung am 22. November und 14. Dezember 2014. 

Zum Inhalt:
Wenn die Welt endlich untergeht, kann der verlorene Mensch nur noch zweierlei tun – dem Grässlichen ins Totenauge starren oder sich einfach gelangweilt abwenden.
Das römische Weltreich geht unter, unwiderruflich.
Doch was sagt Roms letzter Kaiser in dieser wahrhaft welthistorischen Stunde? „Wenn dann die Germanen da sind, sollen sie hereinkommen.“ Die Weltgeschichte, so scheint es, ist ihm vollkommen gleichgültig – und erst recht seine eigene Rolle darin. „Ich möchte die Weltgeschichte nicht stören.“ Den Kaiser interessiert allein das bevorstehende Frühstück („Morgenessen“ nennt er es feierlich), ihn beunruhigt allein der mangelhafte Legeeifer seiner Hennen, denen er die Namen der Majestäten und Kriegshelden gegeben hat. Seinen Koch nennt er den „wichtigsten Mann“ seines Kaiserreiches – und deshalb wird er später „zum ersten Mal sichtbar erschüttert“ sein, wenn er auch den Koch in der Schar der Verschwörer und Attentäter entdeckt. Und wird dem Verräter die wahrhaft klassische Frage entgegenschleudern: „Koch, auch du?“
„Romulus der Große“, 1949 in Basel uraufgeführt, ist (bei den Göttern!) nicht Friedrich Dürrenmatts bestes Stück gewesen und schon gar nicht sein berühmtestes. Aber vielleicht sein heiterstes, humanstes und aufschlussreichstes.
(Zeit online)

Der Besuch der alten Dame

"Der Besuch der alten Dame" – Friedrich Dürrenmatt

Die Theatergrupppe Hottenbach freut sich, die tragische Komödie "Der Besuch der alten Dame" auf der Bühne im Saal Dahlheimer zu präsentieren.

Durch den Besuch der alten Dame Claire Zachanassian, der reichsten Witwe der Welt, erhofft sich die bankrotte Kleinstadt Güllen wirtschaftliche Rettung. Nachdem Claire durch Eheschließungen reich geworden ist, kommt sie nach 45 Jahren erstmals wieder in ihre Geburtsstadt Güllen. Beim offiziellen Empfang durch den Bürgermeister verspricht sie der Gemeinde eine Milliarde – allerdings unter einer Bedingung…

In dieser tragischen Komödie zeigt Friedrich Dürrenmatt auf groteske Weise, dass Geld die Welt regiert und Amoral in Sittlichkeit umgedeutet wird. "Die Alte Dame ist ein böses Stück,", schreibt der Autor 1956 in der Erstausgabe seiner tragischen Komödie, "doch gerade deshalb darf es nicht böse, sondern muss aufs Humanste wiedergegeben werden, mit Trauer, nicht mit Zorn, doch auch mit Humor, denn nichts schadet dieser Komödie, die tragisch endet, mehr als tierischer Ernst."

Eine bittere Farce auf die bürgerliche Doppel-Moral und die Verführung durch den Wohlstand - zeitlos aktuell!

Durch den Besuch der alten Dame Claire Zachanassian, der reichsten Witwe der Welt, erhofft sich die bankrotte Kleinstadt Güllen wirtschaftliche Rettung. Nachdem Claire durch Eheschließungen reich geworden ist, kommt sie nach 45 Jahren erstmals wieder in ihre Geburtsstadt Güllen. Beim offiziellen Empfang durch den Bürgermeister verspricht sie der Gemeinde eine Milliarde – allerdings unter einer Bedingung…

In dieser tragischen Komödie zeigt Friedrich Dürrenmatt auf groteske Weise, dass Geld die Welt regiert und Amoral in Sittlichkeit umgedeutet wird. "Die Alte Dame ist ein böses Stück,", schreibt der Autor 1956 in der Erstausgabe seiner tragischen Komödie, "doch gerade deshalb darf es nicht böse, sondern muss aufs Humanste wiedergegeben werden, mit Trauer, nicht mit Zorn, doch auch mit Humor, denn nichts schadet dieser Komödie, die tragisch endet, mehr als tierischer Ernst."

Eine bittere Farce auf die bürgerliche Doppel-Moral und die Verführung durch den Wohlstand - zeitlos aktuell!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Premiere findet am Sonntag, den 11.11.2012 um 19:00 Uhr statt.

Eine zweite Aufführung folgt am Samstag, den 17.11.2012 um 20:00 Uhr.

Beide Veranstaltungen finden im Saal Dalheimer in Hottenbach statt.

Kartenvorbestellung unter: 06785 / 943131

Termine

Di, 26. Dez. 2017 (20:00)

SVH: Nikodemus und Freunde

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